Fliegen

Das SFZ fliegt ab jetzt First Class. Jedenfalls entspannen wir scho mal in der Business Lounge.

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Preisverleihung

Gerade sind wir von der Preisverleihung zurückgekehrt. Für Deutschland gab es mit dem 9ten Platz eine Bronzemedaille.
Hier noch ein besseres Foto der Teilnehmer
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v.l. Michael Kern(Team Captain), Marcel Neidinger, Yiyang Huang, Mats Ole Ellenberg, Lars Dehlwes,Björn Miksch(Team Leader), Michael Steck(Team Leader)

Finals

Wer denkt das dass IYPT nach dem Ende der Selektiv Fights an Fahrt abnimmt, und man ausschlafen darf. Falsch gedacht. Wir sind heute sogar früher als sonst, um 5 Uhr aufgestanden, um zu den Finals nach Taipei rein zu fahren.
Das Final wurde zwischen Singapor, Korea und der Schweiz ausgetragen.
In der ersten Stage präsentierten die Koreaner ihre Lösungen zu Projekt 4, Soliton. Finals und Koreatypisch bewegte sich alles auf den Slides. Das kombiniert mit dem leicht schnellen Vortragsstil des Koreaners kaschierten die „fragwürdige“ (~by Flo) Wissenschaftliche Aussage. Der Opponent aus Singapor diskutiert zwar „interessant“, nagelt den Staubsaugerverkäufer aus Korea aber nicht fest. Der Koreaner gibt in 12 Minuten Diskussion keine einzige wirkliche Antwort. Das Review der Schweiz ist solide. Nichts besonderes.
Die Noten:
Rep. Korea: 7 9 8 7 7 9 6 7 8 7 7 -> 7.45
Opp. Singapor: 7 9 8 8 7 9 9 8 8 8 8 -> 8.10
Rev. Schweiz: 8 7 8 7 7 9 7 7 7 7 7 -> 7.30

In der nächsten Stage präsentiert Singapor Problem 7 Hearing light. Der Vortrag entspricht dabei aber einer absoluten Frechheit. 56 Slides in 12 Minuten mit 10 Texteinblendungen, Grafikelementen, Formeln oder Overlays pro Slide sind wohl absoluter Turnier Hoch oder eher Tiefpunkt. Entsprechend schleppend ist die trotzdem ordentliche Opposition des Schweizer Teamkapitäns, der zwar keine wirkichen Probleme findet, aber trotzdem eine gute Figur abliefert.
Der Review des Koreaners beginnt mit Technischen Schwirigkeiten. Das Bild des Lap Tops wird nicht auf dem Beamer angezeigt, und auch das Mikrofon tut nicht wirklich. Das Review ist solide, bringt aber kaum neue Physik in den Fight. Einzig die Ausstrahlung stimmt.
Rep. Singapore: 8 6 7 7 8 7 9 8 8 7 9 -> 7.65
Opp. Schweiz: 7 5 7 7 8 8 7 7 7 7 8 -> 7.15
Rev. Korea: 8 8 6 8 7 8 7 7 8 7 9 -> 7.55

In der letzten Stage für 2013 presentiert nun die Schweiz das Deutsche Paradeprojekt 13 Honey Coils. Der Report ist solide. Der Reporter fasst die vorhandene Literatur(ohne zu zitieren) zusammen, und macht solide Experimente, die aber mit Core’s Umsetzung nicht mithalten können. Werder Reporter noch Opponent monieren in der Diskussion jedoch, dass der Reporter die Theorie die er presentiert aus Paper’n hat.
Rep. Schweiz: 8 5 7 7 7 8 7 7 7 7 7 -> 7.05
Opp. Korea: 8 6 7 6 7 7 7 7 7 7 7 -> 6.90
Rev. Singapore: 9 8 8 8 7 9 8 8 8 8 10 -> 8.25
Alles in allem ein verdienter Sieg für Singapore.

5. Fight

Nach dem etwas ernüchternden Ergebnis des gestrigen 4.Fights (Wir stehen jetzt auf Platz 11). Geht es nun in die letzte Runde. Schweden trägt zunächst das Problem Jet and Film vor, dass Lars opponieren wird. Rumänien stellt den Reviewer.

Der Report sieht schwer danach aus, dass das Paper von Kirstetter et al nachvollzogen wurde. Ihre Daten passen aber komischerweise überhaupt nicht zu der Theorie.

Der Report ist leider schon wieder nahezu ein Film.

Ich hoffe mal Lars kommt damit klar.

Er findet gute Punkte, z.B. das die Jetoberfläche oszilliert. Oder der Film schwerer wird. Auch einige Punkte in der Theorie kann Lars finden. Er schafft es aber überhaupt nicht seine Punkte klar herauszustellen. Zumindest die Reporterin versteht es gar nicht und ich vermute die Jury auch nicht.

Ich bin gespannt, ob die Reviewerin die Punkte etwas klarer darstellen kann.

Die Fragen waren schonmal sehr gut.

Der Review hat beide total zerlegt.

Unser Tip für die Punkte: 6-5-8

Rep. Schweden 6 2 6 4 4 6 5 -> 4.83
Opp. Deutschland 6 7 6 4 5 6 6 -> 5.92
Rev. Rumänien 8 7 6 7 8 7 8 -> 7.33

Für Stage 2 werden wir in Water Rise gefordert. Ein sehr stärker Report. Hoffentlich wird das auch belohnt.

Der Opponent kann nicht wirklich angreifen. Jetzt stellt der schwedische Reviewer seine Fragen.

Hoffentlich zeigt Marcel das Video noch in den Concluding Remarks. Beide wollten das jetzt sehen.

Top er hat es gebracht.

Ich bin richtig gespannt auf die Bewertungen.

Rep. Deutschland 5 7 6 7 6 8 6 -> 6.42
Opp. Rumänien 5 7 6 5 5 4 7 -> 5.58
Rev. Schweden 6 7 6 5 7 6 7 -> 6.33

Ernüchterung

Der 4. Fight brachte den befürchteten Rückschlag. Im offiziellen Zwischenstand Liegen wir nun auf Platz 11. Zu Silber sind es 6 Punkte. Nach hinten dürfte bei 8 Punkten Puffer zur Bronzemedaille eigentlich nichts mehr passieren.

3. Fight

Der dritte Fight wird wieder mit 4 Teams ausgetragen. Wir sind zunächst Reviewer. Iran fordert Taiwan und Polen darf zuschauen.

Das taiwanesische Team fährt erst einmal 2 rejects ein (Flying Chimney, Ball bearing Motor).

Wir sehen jetzt einen Vortrag zu Coloured Plastic. Ich bin gespannt wie sie sich schlagen im Vergleich zu Michael gestern.

Sie zeigen das Muster sowohl in Reflektion als auch in Transmission. Sie haben aber nur eine Erklärung für Transmission, keinerlei für den Reflektionsfall, obwohl der eindeutig im Task gefordert wird. Sogar im offiziellen Bild zur Aufgabe.

Der iranische Opponent kritisiert auch direkt, dass keinerlei Erklärung für den Reflektionsfall da ist.

Es wird jetzt darüber diskutiert, dass Sonnelicht teilweise polarisiert ist.

Der Opponent mach die Reporter richtig fertig. Allerdings ziemlich schlecht, da man auch nicht wirklich versteht, was er eigentlich sagen will.
Aha „Bright light“ ist also automatisch Sonnenlicht und nichts anderes.

Die schreien sich komplett an und drehen sich nur im Kreis darüber was jetzt Sonnenlicht/bright light und teilweise polarisiertes Licht ist. Seit 7 min. Das sollte eigentlich ein zweites Frühstück für unseren Reviewer Michael sein.

Hoffentlich wird der Opponent für seine Aggressivität abgestraft. Er fragt immer lässt die Reporterin dann nicht Ausreden und sagt dann alles ist falsch und geht zur nächsten Frage über.

Michael hat ziemlich genau die richtigen Fragen gestellt. Der Opponent hat zwar probiert zu labern, sodass er nicht Antworten muss, aber Michael hat ihm dann doch noch einige falsche Antworten entlockt.

Der Review ist sehr ordentlich. Michael hat es geschafft die aggressive und konfuse Diskussion zu ordnen und zu kommentieren. Klasse gemacht! Wir hoffen alle, dass es belohnt wird.

Der Chef bei der Arbeit:

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Und hier die Bewertungen:
Rep. Taiwan 4 4 6 6 6 6 4 -> 5.17
Opp. Iran 6 5 5 6 7 6 6 -> 5.83
Rev. Deutschland 7 7 8 7 8 7 8 -> 7.42

Iran präsentiert in der 2. Stage Levitation. Marcel wird erneut die Opposition halten. Der Reporter ist der gleiche, der vorher opponiert hat. Marcel sollte eigentlich genau der richtige sein, um gegen das aggressive Auftreten anzukommen.

Dieser Report zählt definitiv als Film. Wir sind jetzt bei 4:08 und Folie 16. Überall gibt es ca. 100 Formeln so vom Format: Navier-Stokes. Jetzt zeigt er irgendwelche numerisch errechneten Comsol Bilder mit negativem Druck??? Ich komme leider nicht mehr mit. Wir haben jetzt 7:22 und 29 Folien. Sorry. Aber das ist eine Frechheit.

Also wir sind bei 58 Folien rausgekommen mit ca. 8 Textüberblendungen pro Folie. Das ergibt 12.4 sec pro Folie. Rekordverdächtig

Ich hoffe mal, dass Marcel da irgendwie einen Einstieg findet.

Marcel schlägt sich richtig gut. Und gibt ihm contra. Das ist richtig anstrengend bei dem Schwätzer.

Aha der Ball ist festgepinnt in der Simulation. Sehr spannend.

Genial er hat einen tilt angle von mehr als Pi/2 im Experiment???

Jetzt sehen wir den polnischen Reviewer. Er stellt schonmal sehr gute Fragen. Und legt beide aufs Kreuz, Marcel und den Reporter. Beide behaupten man kann nicht weiter als 90 grad, was ziemlich sicher funktioniert. Stichwort hydrodynamisches Paradoxon: http://www.av.ph.tum.de/Experiment/1000/Beschreibungen/ver1515.php

Top Reviewer.

Ich vermute mal die Bewertung wird mal wieder diametral auseinander laufen.
Rep. Iran 8 6 6 6 5 8 9 -> 6.83
Opp. Deutschland 7 7 7 6 9 8 6 -> 7.08
Rev. Polen 7 7 8 6 7 7 6 -> 6.83

Gratulation. Ein klasse Ergebnis. Wir hoffen jetzt auf einen guten Report von unserem Team.

Es kann sein, dass der Akku vom Handy bald leer ist und ich aufhören muss.

Wir werden jetzt von Polen gefordert. Zunächst Invent yourself. Michael muss das rejecten. Lars wird jetzt Soliton präsentieren.

Ok Akku leer. Ich gebe die Ergebnisse später durch.

Da Björn’s Akku leer war, hier eine kurze Zusammenfassung von Lars Report. Lars bringt den Report souverän auf 12 Minuten zu Ende, und vorallem die Videos von Kink-Kink Kollisionen beeindrucken die Jury sichtlich.
Der Opponent aus Polen merkt einige Dinge wie Reibung und die Fehlende Experimentelle bestimmung der maximalen Geschwindigkeit des Solitons an. Alles in allem eine hochwertige Discussion.
Die Jurybewertung differgiert wieder.
Rep. Deutschland 5 9 6 6 7 7 6 -> 6.5
Opp. Polen 7 8 6 7 7 7 7 -> 7
Rev. Taiwan 5 7 7 7 8 6 3 -> 6.25
Damit geht Deutschland mit einem Gesammtpunktzahl von 41.08 Punkten aus dem Fight. Unsere Gesammtpunktzahl zu diesem Zeitpunkt ist demnach 112.52 Punkten
Björn Miksch & Marcel Neidinger

Vorschau auf die Fights

Guten morgen,
es ist 6.00 Uhr in Taipei und wir freuen uns auf den heutigen „Doppelfight-Tag“.

Zunächst geht es im 4er gegen Polen, Taiwan und den Iran. Eigentlich eine machbare Aufgabe in einem sehr ausgeglichenen Fight. Im Gegensatz zu gestern (Indonesien und UK waren die Tagesschlechtesten) können hier vermutlich leichter Punkte „gezogen“ werden. In einer schlechten Gruppe, macht man deutlich weniger Punkte.

Im zweiten Fight stehen wir Spitzenreiter Schweiz und Slovenien gegenüber. Man darf gespannt sein, wie sich unser Team hier behaupten kann. Sicherlich wird es hier aber ganz enorm auf die jeweilige Wahl des Problems ankommen. Wir hoffen, dass Captain Michael und sein Team ein bisschen Glück bei der Challenge haben.

2. Runde

Es geht weiter. Heute mit einem 4er Fight. Wir sind zuerst Opponent. Indonesien wird vortragen. Der Review wird vom thailändischen Team gehalten.

Michael fordert zunächst Problem 5 Levitation, was rejected wird. Anschließend wird 1 Invent yourself gefordert. Dieses wird auch angenommen.

It is more difficult to bend a paper sheet, if it is folded “accordion style” or rolled into a tube. Using a single A4 sheet and a small amount of glue, if required, construct a bridge spanning a gap of 280 mm. Introduce parameters to describe the strength of your bridge, and optimise some or all of them.

Es geht also darum eine Papierbrücke zu bauen.

Zum Glück muss ich das nicht selbst opponieren. Man sieht nicht wirklich wie viel eigentlich gemacht wurde. Es gibt einen Graph zu zwei verschiedenen zusammengerollten Brücken und einer Ziehharmonikafaltung jeweils mit verschiedenen Massen. Es wurde dann einfach immer aufgetragen, wann es bricht.

Im Anschluss daran kam eine Theorie mit einer komischen Federkonstante. Ich habe es leider nicht verstanden. Nach 8min war’s auch schon wieder vorbei.

Marcel hat in den Fragen herausgefunden, dass die Brücke am Tisch festgeklebt war. Hut ab dafür. Ich habe auf dem Bild nicht mal die Brücke gefunden.

Das Team beim Arbeiten:
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Ich hoffe, dass der Reviewer hauptsächlich den Vortrag zerlegt. Ihre Fragen gingen schonmal in diese Richtung. Die Basics, die Marcel hätte klären sollen hat sie erst gebracht (festgeklebte Brücke, wann zählt die Brücke als gebrochen, usw. )

Das ist deutlich:
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Da ist noch einiges für die Jury zum anfrühstücken übrig. Es geht auch schon los. Eine seltsame Spline Interpolation wird angefragt. Jetzt geht’s auf die Formeln. Da steht eine Elastic Energy, die ohne Belastung nur 0 wird, bei Federkonstante=0.

Jetzt wird’s gleich Noten hageln.

Und es geht auch schon los:
Rep. Indonesien: 4 4 3 3 4 4 3 -> 3.58
Opp. Deutschland: 6 6 6 6 7 7 6 -> 6.25
Rev. Thailand: 6 5 6 6 6 7 7 -> 6.17

Wir sind ja ganz gut weggekommen, auch wenn mehr drin gewesen wäre.

Im nächsten Stage werden wir von Thailand gefordert.

Der Captain muss ran mit Coloured Plastic.
In bright light, a transparent plastic object (e.g. a blank CD case) can sometimes shine in various colours (see figure). Study and explain the phenomenon. Ascertain if one also sees the colours when various light sources are used.

Wir drücken alle die Daumen, dass er damit gut punkten kann.

Der Report sitzt. 11:56.

Der Chef erklärt dem Opponent gerade das nonpolarized und unpolarized das Gleiche ist.

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Ich bin gespannt wie man das opponieren will. Die Beweisführung von unseren Captain ist so klar und logisch.

Der Opponent erklärt mir hier gerade, dass Michael nicht erklärt was fringes sind.

Jetzt erklärt er gerade, dass Michael es falsch erklärt, weil unpolarized und nonpolarized was vollkommen verschiedenes sei!????

Ohje jetzt legt sich Michael gerade aufs Kreuz mit dem Brewster Winkel. Er erklärt irgendwie das beim Brewsterwinkel alles reflektiert wird.

Zum Glück fängt er sich wieder halbwegs mit der elliptischen Polarisation.

Der Reviewer aus Großbritannien bereitet sich jetzt gerade vor.

Jetzt geht’s los, leider ohne Folien. Jetzt sind sie da.

Er kann nicht wirklich etwas neues beitragen, gibt aber einen guten Überblick. Wenn er die Verwirrungen mit dem Brewsterwinkel hätte aufklären können, wäre das ein sehr guter Review gewesen, aber leider bringt er das auch alles durcheinander.

Michael lässt sich irgendwie komplett durcheinander bringen mit Dispersion/Brewsterwinkel usw.

Ich vermute mal das Grading wird bei allen sehr stark streuen.

Rep. Deutschland 5 7 7 7 7 6 5 -> 6.33
Opp. Thailand 7 9 4 7 8 5 7 -> 6.83
Rev. UK 5 6 6 6 7 6 5 -> 5.83

Im 3. Stage waren wir nur Observer. Leider habe ich verpasst, wann die letzte Stage anfing. Hier gibt’s also erst später Ergebnisse.

Nachtrag zur 4. Stage:

Rep.UK: 4 4 4 3 5 4 4 -> 4
Opp.Indonesien: 5 5 6 5 7 6 6 -> 5,66
Rev.Deutschland 6 7 8 6 7 7 6 -> 6,66

Das bedeutet für den Fight:

Germany: 38.2
Thailand: 36.2
Indonesia: 27.7
United Kingdom: 27.2

Damit sind wir nun 12. in der aktuellen Tabelle.

tabelle2

Vorschau auf morgen

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Die aktuelle Gefühlslage kann mit diesem Bild wohl am besten beschrieben werden. Naja, vielleicht haben wir morgen ein bisschen mehr Glück. Dann gehts gegen Indonesien, Thailand und Großbrittanien in einen langen 4er Fight.

tabelle1

Die aktuelle Tabelle listet uns auf Platz 17. Da ist mehr drin. Wir melden uns zum nächsten Fight (ab 2.30 Uhr deutscher Zeit) wieder, sodass ihr pünktlich zum Frühstück gegen 7.30 hier die Ergebnisse findet.

1. Runde

Die Spiele beginnen.

Titelverteidiger Korea fordert uns mit Problem 03 Bouncing Ball. Es geht dabei um das Sprungverhalten eines Tischtennisballs, der mit verschiedenen Flüssigkeiten gefüllt wird. Mats hält einen ausgesprochen souveränen Vortrag zu diesem sehr anspruchsvolle Projekt, zu dem auch in der Literatur (Killian et al 2012, http://link.aip.org/link/doi/10.1063/1.4771985) keine wirklich umfassende Lösung existiert.

Der koreanische Reporter hat die Stärken des Reports gut herausgearbeitet. Die kritischen Fragen des Problems werden diskutiert. Einer der Hauptkritikpunkte ist, dass das loslassen des Balles ein Drehmoment auf diesen ausüben könnte, wodurch die Flüssigkeit keine klare Anfangsbedingung hat. Allerdings haben beide keine Idee, wie dieses Problem umgangen werden könnte.

In der restlichen Diskussion geht der Opponent hauptsächlich darauf ein, welche Vorteile es gehabt hätte andere Bälle zu verwenden, obwohl das Projekt klar einen Tischtennisball erwähnt.

Alles in allem hat sich Mats trotz des starken Opponents gut geschlagen und einige Kritikpunkte aufklären können.

Reviewer Brasilien hat ebenfalls einen starken Auftritt und arbeitet die Stärken und Schwächen gut heraus.

Alles in allem ist dies ein sehr starker Physics Fight mit 3 starken Teams. Leider kam dies jedoch aufgrund des recht des schwierig zu erklärenden und zu beobachtenden Problems nicht vollständig zur Geltung.

Wir freuen uns auf die nächste Stage, hoffentlich mit einem Problem, dass einen etwas tieferen Einblick in die zugrunde liegende Physik erlaubt.

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Der Gesamteindruck war durch das etwas unhandliche Problem wohl doch recht getrübt.

Hier die Bewertungen:
Rep. Deutschland 5 6 4 3 6 4 4 -> 3*4.58
Opp. Korea 8 9 8 8 7 6 6 -> 2*7.5
Rev. Brasilien 7 7 8 7 8 6 5 -> 6.92

In der nächsten Stage wird Korea von Brasilien 10. Water Rise gefordert. Die Aufgabe lautet:
Fill a saucer up with water and place a candle vertically in the middle of the saucer. The candle is lit and then covered by a transparent beaker. Investigate and explain the further phenomenon.
Dieses Experiment ist wohl jedem schon seit der Kindheit bekannt. Man stelle eine Kerze in einer Wasserbecken und stülpe ein Glas darüber. Nachdem die Kerze ausgeht wird das Wasser im Glas nach oben steigen.

Trotzdem ist das Projekt sehr interessant, da verschiedenste Erklärungen kursieren, die alle ihre Schwächen haben. Zum einen die Verbrennung des Wachs mit Sauerstoff, zum anderen thermische Ausdehnung der Luft.

Der koreanische Reporter geht die möglichen Ansätze durch und schließt eine Volumenänderung durch die Verbrennung aus. Ich bin gespannt, wie er es schafft das zu begründen.

Er erklärt in der verbleibenden Hälfte des Vortrags, dass bei verschiedenen Verbrennungstemperaturen unterschiedlich viel Luft unten aus dem Glas blubbert.

Der Opponent merkt in seinen Fragen an, dass das gezeigte nur gelte, wenn der Deckel nicht weit ins Wasser eingetaucht wird. Tauche man das Glas weit genug ein, so werde nur die Luftsäule länger. Ein sehr guter Punkt, denn durch die Blasenbildung kann der Reporter die kleineren Effekte durch z.B. Verbrennung nie beobachten

Der Reporter behauptet es bilden sich immer Blasen. Er sieht aber ein, dass man ein geschlossenes Experiment machen kann. Aber er behauptet, trotzdem das Wasser steige dann nicht an, da sich die Gasmenge nicht ändere. Schade, der Opponent macht den Sack nicht zu. Er sollte
ihn einfach darauf hinweisen, dass das bei der
Verbrennung entstehende Wasser kondensiert und damit aus der
Gasphase verschwindet. Dieser Effekt ist definitiv da, ob beobachtbar oder nicht.

Und es geht weiter. Es kommt jetzt plötzlich ein „Pressure Field“ auf, wie auch immer das in einem quasistatischen System denkbar ist. .

Ich komme
hier leider nicht mehr ganz mit, denn jetzt behauptet der Reporter, dass wenn man die Kerze ausmacht und
anschließend das Glas überstülpt, trotzdem Luft herausblubbert. Wie auch immer die Luft sich ausdehnen soll, wenn sie nur noch abkühlt.

Ich hätte mir auf jeden Fall mehr vom Reportet erwartet. Der Opponent findet zwar viele Probleme, kann sie aber leider nicht in der erforderlichen Deutlichkeit darlegen.

Marcel hält den Review zu dieser Stage. Schon in der 3 min Fragezeit kann er einige Ungenauigkeiten aufdecken. Wir sind gespannt auf den Review.

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Marcels Review ist richtig stark. Er zeigt sehr deutlich, welche Fehler gemacht wurden und was alles möglich gewesen wäre.

Hoffentlich wird unser Team jetzt belohnt mit einer guten Bewertung. Um die etwas unglückliche Problemwahl in der ersten Stage wettmachen zu können.

Nahezu alle Juryfragen gehen an den Reviewer Marcel. Das zeigt, dass die Jury erkannt hat, dass Marcel sehr viel neue Physik gebracht hat und jetzt die im kurzen Review gezeigten Punkte noch etwas vertieft werden sollen. Ich bin gespannt auf die Bewertung.

Ergebnisse der zweiten Stage
Rep. Korea 9 7 7 7 9 7 6 -> 7.42
Opp. Brasilien 6 7 7 5 8 6 7 -> 6.58
Rev. Deutschland 7 7 8 7 8 7 6 -> 7.17

Eine sehr erfreuliche Note für Marcel. Allerdings ist der Opponent komplett abgestraft worden. Er hat viele Probleme erkannt die der Report definitiv hatte und hat trotzdem viel weniger Punkte bekommen. Die Erklärung dafür wird aber wohl leide offen bleiben.

Michael fordert anschließend Nr 1 Invent yourself. Diese wird vom brasilianischen Team nach längerer Bedenkzeit rejected.

In der letzten Stage wird es deshalb jetzt um Nr 7 Hearing Light gehen.
Coat one half of the inside of a jar with a layer of soot and drill a hole in its cover (see figure). When light from a light bulb connected to AC hits the jar’s black wall, a distinct sound can be heard. Explain and investigate the phenomenon.

Wir warten gespannt auf den Report der Brasilianer.

Es wird wohl um den photoakustischen Effekt gehen. Momentan behandelt der Vortrag die wichtigen Parameter für die Absorption des Lichts im Ruß.

Er zeigt nun die Dynamik der Lichtintensität der verwendeten Lichtquelle. Für den Schall soll wohl die Ausdehnung/Biegung der Rußschicht durch Intensitätsmodulation verantwortlich sein. Die Rußschicht wird als eine Art Lautsprechermembran behandelt.

Es wurden Messungen zu verschiedenen Lichtintensitäten durchgeführt. Um die Frequenz der Intensitätsmodulation zu verändern wird eine rotierende Blende (optical chopper) verwendet.

Hauptaussagen: Tonfrequenz=Modulationsfrequenz des Lichts
Lautstärke hängt von der Leistung Glühbirne ab

Marcel wir hier erneut zum Einsatz kommen. Zur Vorbereitung der Opposition hat er einige Fragen über die Position und Farbe des Mikrofons gestellt. Das Mikrofon ist schwarz, genau wie die Rußschicht; und im Glas, genau wie die Rußschicht. Den Rest kann man sich denken.

Es geht jetzt um das schwarze Mikrofon. Marcel gibt sich damit zufrieden, dass das Mikrofon sehr klein ist. Da hätte man mehr daraus machen können.

Jetzt geht es um den Einfluss des Glas als Resonator. Dies wurde im Vortrag absolut nicht betrachtet. Marcel schlägt sich hier gut und bringt den Reporter dazu zu sagen, dass es keinen Einfluss habe ob man das Glas auf der Resonanzfrequenz treibt. Leider verpasst er die einfach Frage, ob das denn ganz ohne Glas auch funktioniert.

Jetzt geht es um den Chopper. Der Reporter behauptet nämlich, dass durch eine drehende Scheibe mit Löchern eine Rechteckmodulation erzeugt wird. Dies ist definitiv falsch, die Löcher sind ja während des Drehend meist nur teilweise durchstrahlt und man bekommt eher etwas Trapezförmiges.

Als letzter Punkt spricht Marcel die Grenzen der Theorie an und fragt, was bei sehr hohen Frequenzen passiert. Ich vermute er wollte auf eventuelle Trägheitseffekte in der Rußschicht/Luft heraus, aber das war leider unklar.

Die Opposition war sehr ordentlich. Wir haben hier in unserer entspannten Zuschauerposition zwar noch einiges mehr gefunden, aber es ist völlig normal, dass das in der Hektik untergeht.

Das koreanische Team bereitet jetzt seinen Review vor. Das heißt der erste Physics Fight ist bald überstanden.

Der Reviewer aus Korea gibt eine gute Vorstellung. Sein Review kommt Marcel auch eher zu Gute, da er seine Diskussionspunkte lobt und ihm praktisch überall zustimmt.

Die Jury geht auch auf den Resonator. Marcel und der Reviewer kommen hier sehr gut weg. Die Juryfragen sind teilweise mal wieder Lotto, weil keiner versteht was gefragt wird. Und jeder einfach ja oder nein zockt und dann je nach Gesichtsausdruck des Jurors die anderen zustimmen oder nicht.

Wir warten auf die Noten.

Hier die Ergebnisse. Die Auswertung folgt nach einer immens drängenden Pause, da die Punkte leider nicht so hoch sind wie die Temperaturen und man sehr viel trinken muss.
Rep. Brasilien 4 5 8 6 7 4 5 -> 5.5
Opp. Deutschland 5 7 7 7 7 3 6 -> 6.17
Rev. Korea 7 8 9 9 8 6 7 -> 7.67

Tabelle
1. Korea 44.93
2. Brasilien 36.58
3. Deutschland 33.25

Ich hoffe ich konnte alles korrekt weitergeben. Mein Platz ist sehr bescheiden. Ich sitze hinter einer komischen Säule mit Tafel und sah nicht viel von den Folien und habe hauptsächlich zugehört.

Björn Miksch